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ALINA.WORTBEITRAG.NET : KOMMENTARE
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24. Februar 2004, 19:57 Uhr, AlinaDie Schwere'Sie wissen doch, es gibt keine Anonymität.' Still stand Jörg vor dem großen braunhaarigen Mann. Seine Sekretärin saß in der hintersten Ecke des Raumes und nickte zustimmend. Jörg wusste, dass sie ihn bewunderte. Sobald sie ihren Blick auf ihn richtete, glätteten sich für einen Moment ihre Gesichtszüge; dann kam, für den Beobachter ganz unerwartet, die Andeutung eines Lächelns. Zwei, vielleicht nur einer, ihrer Muskeln um den Mund regte sich in einer unwillkürlichen Bewegung, die ihr kaum bewusst war. Der Mann fixierte Jörg mit einem ernstgemeinten Blick. Er enthielt die Aufforderung das letzte Fünckchen seiner Selbstachtung herzugeben und sein Innerstes offenzulegen, damit er mit einem Messer die Adern zu seinem Herzen zerschneiden konnte. Doch Jörg war in diesen Dingen sensibel. Einen Hauch, bevor der Mann die Hand nach seiner Schulter ausstreckte, wich Jörg zurück. Er sah sich selbst in Zeitlupe die Tür des Büros öffnen. Immer noch den Blick nach vorn gerichtet, überschritt er rückwärts die Türschwelle, ging einen Schritt nach rechts, blieb schwerfällig stehen und machte die Tür zu. Er hatte den Eindruck mit doppelter Schwerkraft nach unten gezogen zu werden. Die Vorstellung einfach im Erdinnern zu verschwinden machte ihm Angst. Der Mann klopfte an die Tür und sagte mit sachlicher Stimme: 'Kommen Sie rein! Wir haben was zu besprechen.' Jörg atmete auf. Er seufzte vor Erleichterung, denn sein Gegner konnte die Schwelle nicht überschreiten. Dampfend und schwitzend rutschte er auf der Holztreppe aus. Bewegungslosigkeit- und das Starren auf den dreckigen Boden...
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